LA MAMMA MORTADELLA




Man schreibt den 21. Januar im Jahre 2011
Es ist wiedermal Museumsnacht in Basel.
Der Winter hat die ganze Stadt fest im Griff,
bis auf einen kleinen Raum in der St. Alban-Vorstadt
welcher das zahlreiche Museumsvolk mit wärmendem, südländisches Ambiente zu verzaubern mag.
Vom Kunstmuseum herkommend höre ich schon von weitem
die mir bekannte Stimme von Adriano Celentano.

- Eh la benzina ogni giorno costa sempre di più
E la lira cede e precipita giù
Svalutation, svalutation
Cambiando I governi niente cambia lassù
C'è un buco nello stato dove I soldi van giù
Svalutation, svalutation -

Ich ertappe mich beim mitsingen und folge automatisch der Stimme
dem verführenden Duft der mich lockt.
Und schon stehe ich drin,
mitten drin in "Italien".
Um mich wird gequatscht, gegessen und getrunken.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Schaufensters entdecke ich
wie italienische "Mammas" ein Teller um den anderen mit frisch zu bereiteter Pasta über die Tresen schieben.
Hungrig wie ich bin, kämpfe ich mich durch die Masse nach vorne zur "Kochstation".
Es gibt frische Pastas (mit oder ohne Fleisch) und ein Glas Vino della Casa für den unglaublich guten Preis von nur 10.-
Bevor ich mich recht umschauen kann, steht die Pasta, der Wein vor mir.
Ich esse, träume von Italien
und Schwups, schon hat mich die Oase wieder ausgespuckt.
Unbeirrt aber wohl genährt, lächelnd und mit roten Backen mache ich mich auf den Weg Richtung Museum für Gegenwartskunst.
Noch Tage danach erinnere ich mich an den Besuch
im - LA MAMMA MORTADELLA - zurück
wo ich für einen kurzen Moment Wärme für Leib und Seele tanken konnte.

Herzlichen Dank
Ein Gast, der gerne wiederkommen würde.
galerie/contemporary art/basel/karin sutter